Projekt

Johann Klatt

Alle nennen ihn „Hans Onkel“. „Onkel“ ist in Siebenbürgen nicht unbedingt ein Verwandtschaftsgrad, sondern Ausdruck von Wertschätzung.

Hans Onkel war einer der ersten im Altenheim. Seit 22 Jahren lebt er jetzt in Hetzeldorf und wie er selbst sagt, ist er „sehr zufrieden“ hier. „Ich danke Gott Tag und Nacht, dass ich hier bin“. Seine Aufgabe ist, die Schafe zu hüten, die noch keine Milch geben und Touristen die Hetzeldorfer Kirchenburg zu zeigen, deren Schlüssel er hat. Beide Aufgaben nimmt der 83-Jährige sehr ernst.

Seit die Kirchenburg renoviert wird, hat er eine weitere Aufgabe abgegeben: auf den Glockenturm zu steigen, wenn ein Gewitter aufzieht. Das macht jetzt Walter. Vorher ist Hans 22 Jahre lang bei Tag und bei Nacht die steilen Leitern hinauf gestiegen, um die große Glocke zu läuten. Ihr wird nachgesagt, dass sie den Hagel vertreibt und somit die Ernte schützt.

Auf die Frage, wofür denn das Pony da ist, das er liebevoll „Eselchen“ nennt und das mit den Schafen seinen Tag auf der Weide verbringt, sagt er: „Zum schönstehen“.

Wenn Sie Fragen haben zum Film. Oder mehr über das Heim und die Bewohner erfahren möchten.
Oder wenn Sie wissen wollen, wann der Film im Kino bzw. auf Festivals läuft.
Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

Schreiben Sie uns.